Vom 8. bis 12. Juni fand die Fahrtenwoche des Gymnasiums der DISZ statt. Für einen Teil der Schüler ging es ans Meer nach Fažana, für einen Teil in die Berge nach Pruggern und für einen Teil in die Stadt nach Berlin.

Fažana

Fažana

Die 5., 6. und 7. Klassen fuhren dieses Jahr gemeinsam mit ihren Parallelklassen der EFZ nach Fažana in Istrien. Am Ankunftstag fand eine Camp-Rallye in französisch-deutschen Gruppen statt. Bei der Rallye haben die SchülerInnen nicht nur das Camp, sondern auch ihre MitschülerInnen besser kennenlernen können. Das Abendessen genossen wir bei einem beeindruckenden Sonnenuntergang im Restaurant am Strand.

Sonnenuntergang in Fažana
Brijuni

Am nächsten Tag ging es früh aus den Federn. Ein Besuch der Insel Brijuni stand auf dem Programm. Wir starteten von dem kleinen Fischerdorf Fažana und fuhren mit einer Fähre zur Insel. Auf der Insel wurden wir von unserem Guide empfangen und anschließend ging es mit dem Bummelzug vom Zentrum der Insel zu den entfernteren archäologischen Fundorten, zur Bucht Verige mit Überresten der römische Villa Rusticae aus dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, sowie zum Safaripark, in dem in einer harmonischen Gemeinschaft Zebras, somalische Schafe, indische Rinder, ein Dromedar, Lama und Elefanten leben. Natürlich besuchten wir auch die naturhistorische Sammlung und die Ausstellung Tito auf Brijuni sowie der Kirche des Hl. German aus dem 15. Jh. mit der Ausstellung von Freskenkopien und glagolitischen Handschriften aus Istrien und dem Kvarner.

Kochevent
Pula

Nach der Rückkehr wurde unser Kochevent geplant. Jede Gruppe musste ein Gericht vorbereiten und das beste Gericht wurde gewürdigt. Auf dem Speiseplan standen Palačinke, Kaiserschmarrn, Eiskreationen, Fruchtsalate, Schnitzel und mehr. Am Mittwoch fuhren wir nach Pula und lernten viele interessante Orte kennen. Am Nachmittag wurde es nochmal sportlich beim Kanu fahren.

Der Donnerstag begann mit einer Wassergymnastik. Anschließend stand wieder Wassersport auf dem Programm. Zu guter Letzt mussten die Bungalows aufgeräumt werden. Das Inspektionsteam der Lehrer war sehr akribisch, so dass der eine oder andere Bungalow immer noch etwas nachbessern musste. Freitagvormittag ging es dann wieder zurück nach Zagreb.

In den Bergen

Pruggern

Die Fahrt der Klassen 8 und 9 in die Steiermark war nichts für Faulpelze. Das Programm war gut gefüllt: eine ausgedehnte Wanderung, eine Fahrt nach Salzburg, eine 7 km lange Talfahrt mit Mountain-Gokarts, eine Fahrt mit Europas längster Zip-Line und nebenbei noch tägliches, gemeinsames Kochen.

Salzburg

Doch offensichtlich war dies zu wenig für die SchülerInnen. Da wurden am Ende jedes Tages noch schnell ein paar Runden im Schwimmteich eingeschoben, der tägliche Besuch der hauseigenen Sauna durfte natürlich auch nicht fehlen und die auf der Karte als vierstündig angegebene Wanderung absolvierte man in 2 Stunden. Aber selbst das war für einige noch eine Unterforderung; sie liefen den Weg wieder zurück! Da machte das bisschen Regen auch nichts mehr aus — Schwimmteich und Sauna warteten ja noch!

Go-Karts

Die Lage des großen Hauses, in dem wir untergebracht waren, war fantastisch: Wir hatten stets das Dachsteingebirge im Blick. Teilweise befanden wir uns sogar oberhalb der Wolken. Dazu begleitete uns bei Tag und Nacht das Geläut der Kuhglocken; ein wenig gewöhnungsbedürftig — aber sicherlich etwas, was uns nach der Klassenfahrt noch ein paar Tage gefehlt hat.

Berlin

Für die 10. Klasse ging es nach Berlin. Beim Abflug am Zagreber Flughafen — alle waren pünktlich! — trafen wir auf die U19-Fußballmannschaft von Benefica Lissabon, die, anders als wir, in München nach Lissabon umgestiegen sind. Von unserem Berliner Hostel waren anfangs einige von uns etwas enttäuscht, weil wir es uns sauberer oder einfach anders vorgestellt hatten — doch bald kamen wir damit zurecht.

Potsdamer Platz

In den nächsten Tagen besuchten wir den Reichstag mit Kuppel, das Brandenburger Tor, das Holocaust Mahnmal, Checkpoint Charlie, Schloss Sanssouci in Potsdam, den Berliner Dom, den Potsdamer Platz, die Mall of Berlin, zwei Museen auf der Museumsinsel und einiges mehr. Ein Highlight war gewiss das Jüdische Museum, weil es durch die Betonung von emotionalen Erfahrungen allein durch die Architektur sehr beeindruckend war. Eine Stadtrallye führte uns u.a. ins KaDeWe und zur Gedächtniskirche. Abends sahen wir einmal im Theater Berliner Ensemble das Stück Nathan der Weise von Lessing, ein anderes Mal eine beeindruckende Akrobatikshow, nachdem wir zuvor Jelenas 16. Geburtstag mit einem leckeren Abendessen gefeiert hatten.

Unser Besuch beim Arbeitsamt war für uns sehr nützlich, denn wir wurden auch in Einzelgesprächen bei unserer Berufswahl beraten. Auch das Informationsmaterial, das wir erhielten, ist informativ und hilfreich. Die Rundfahrt mit dem 100er Bus, der uns an vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorbeiführte, hat uns viel Spaß gemacht. Andererseits war das Umsteigen am Alexanderplatz immer sehr umständlich. Eine ungewöhnliche Erfahrung war ein ungeplanter Ausflug zur Kurfürstenstraße, der einige von uns doch mit alternativen Lebensformen konfrontierte.

Die Reise war sehr gut organisiert und hatte genau die richtige Mischung von Pflicht, Wahlmöglichkeiten und Freizeit, so dass wir auch lernen konnten, uns in einer Großstadt selbständig zu orientieren. Berlin erschien uns als eine Stadt mit Gefühl, auch durch die Begegnung mit der deutschen Geschichte, besonders dem Holocaust. Für unseren Rückflug mussten wir sehr früh aufstehen, was uns natürlich nicht ganz leicht fiel — doch im Flugzeug kann man ja ein bisschen schlafen.

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